Aesculus hippocastanum
CliniTox
Giftpflanzen
 
Deutsch    Rosskastanie; Drusenkesten; Gichtbaum
Franzoesisch    Châtaigner de cheval; Marronnier d'Inde
Italienisch    Castagno d'India; Ippocastano
Englisch    Horse-chestnut; Conker tree
  

Beschreibung und Bilder

Toxizitätsgrad

Stark giftig ++ (Erläuterungen)
 

Hauptwirkstoffe

Triterpensaponine
-Saponingemisch Aescin mit 40% β-Aescin, des weiteren α-Aescin, Hippoaesculin u.a. Im Samen mindestens 30 verschiedene Saponine. Im reifen Samen 3-8%, in unreifen bis 12%.
Flavonolglycoside
-Bioside und Trioside des Quercetins und Kämpferols. In der Rinde, in geringen Mengen in den Blättern und zu 0.2-0.3% in den Samen.
Hydroxycumarine und deren Glycoside
-Aesculin, Aesculetin, Fraxin, Fraxetin, Scopolin, Scopoletin (Teuscher & Lindequist, 1994).
 

Zielorgane

Schleimhaut des Magendarmtraktes; Blut; Leber; Nieren; zentrales Nervensystem
 

Wirkungsmechanismus

Aescin wird nach peroraler Aufnahme bei intakter Schleimhaut nur geringgradig aufgenommen.
-Im Vordergrund steht die gastrointestinalen Schleimhautreizung.
-Grosse Mengen Aescin führen zu Hämolyse (Teuscher & Lindequist, 1994).
Die Toxine werden vermutlich primär über den Urin und die Milch eliminiert. Die Halbwertszeit beträgt 24 Stunden.
-Grosse Toxinmengen oder wiederholte Aufnahme führen zu ZNS-Symptomen, Hepato- und Nephropathie (Hare, 2004).
 

Veterinärtoxikologie

Literatur

 
©2013 - Institut für Veterinärpharmakologie und -toxikologie, Winterthurerstrasse 260, 8057 Zürich, Schweiz
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