Melilotus officinalis
CliniTox
Giftpflanzen
 
Deutsch    Gelber Steinklee; Echter Steinklee; Hoher Steinklee; Hoher Honigklee; Bärenklee; Schottenklee; Melotenkraut
Franzoesisch    Mélilot officinal; Mélilot des champs; Mélilot jaune
Italienisch    Meliloto comune; Meliloto altissimo
Englisch    Yellow sweet clover; Yellow melilot; Ribbed melilot; King's clover; Hart's tree; Plaster clover; Sweet lucerne; Wild laburnum
  

Beschreibung und Bilder

Toxizitätsgrad

Stark giftig ++ bei Schimmelpilzbefall (Erläuterungen)
 

Hauptwirkstoffe

Wenig Coumarin, Melilotosid und Nitrat.
Melilotosid ist ein β-Glucopyranosid der o-Hydroxyzimtsäure, die geruchlose Vorstufe des Coumarins (mit charakteristischem Waldmeistergeruch). Coumarin, das Lacton der cis-o-Hyrdoxyzimtsäure (Coumarinsäure), ensteht beim Welken und Trocknen sowie durch mechanische Verletzung aus Melilotosid durch Glykosidspaltung und trans → cis-Umlagerung der o-Hyrdoxyzimtsäure.
Verschimmeltes Süsskleeheu bleibt mehrere Jahre lang toxisch.
 

 

 

 

Wirkungsmechanismen

Durch Aspergillus- oder Penicillium-Arten kann in feuchtem (verschimmelten) Heu mit hohem Anteil an Melilotus (M. officinalis, M. altissimus, M. albus) aus Melilotsäure (Dihydro-o-cumarsäure) Dicoumarol gebildet werden. Die Substanz hemmt als Vitamin-K1-Antagonist die Synthese von Vitamin K1-abhängigen Blutgerinnungsfaktoren (u.a. Prothrombin, Faktoren VII, IX und X) und führt damit zu Hämorrhagien, auch Süsskleekrankheit (sweet clover disease) genannt.
 

Veterinärtoxikologie

Literatur

 
©2013 - Institut für Veterinärpharmakologie und -toxikologie, Winterthurerstrasse 260, 8057 Zürich, Schweiz
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