Valbazen® 1,9% ad us. vet., Suspension
Tierarzneimittel
Kompendium
der Schweiz
 

Zoetis Schweiz GmbH

Breitspektrum-Anthelminthikum für Schafe und Ziegen

ATCvet: QP52AC11

 

Zusammensetzung

1 ml Suspension enthält:
Albendazolum: 19 mg
Conserv.: E 202, E 210
Excip. ad. suspens.
 

Fachinformationen Wirkstoffe (CliniPharm)

Albendazol
 

Eigenschaften / Wirkungen

Valbazen enthält als Wirkstoff Albendazol, ein Breitspektrum-Anthelminthikum, welches zur Benzo­imidazolgruppe gehört. Der anthelminthische Effekt von Albendazol beruht auf der Hemmung der Polymerisation von Tubulin zu Microtubuli. Dies stört den Aufbau und die Mitose der Helminthenzelle. Über eine Hemmung der intestinalen Resorption von Glucose führt Albendazol zudem eine Erschöpfung der Energiereserven der Parasiten herbei.
Valbazen verfügt über ein Wirkungsspektrum, welches Magen-Darm-Rundwürmer, Lungenwürmer, Bandwürmer sowie reife grosse und kleine Leberegel umfasst.
Valbazen (Albendazol) hat eine grosse therapeutische Breite. Selbst eine fünffache Überdosierung hat keine toxischen Nebenerscheinungen gezeigt. Trotzdem ist die nachfolgende Dosierungsvorschrift genau zu beachten.
 

Pharmakokinetik

Valbazen (Albendazol) ist nach oraler Aufnahme im Magen-Darm-Trakt pharmakologisch aktiv. Aufgrund der Resorption aus dem Darmlumen erreicht der Wirkstoff auch die Gewebe. Maximale Plasmaspiegel von Albendazol bei Schafen wurden 15 Minuten nach Applikation gemessen. Albendazol wird in der Leber zu antiparasitär wirksamen Sulfoxid- und Sulfonverbindungen umgewandelt, die teilweise über die Gallengänge zurück ins Darmlumen gelangen. Studien mit radioaktiv markiertem Albendazol zeigen, dass nach der Applikation einer Dosis während 24 Stunden wesentliche Anteile des Wirkstoffs und seiner Metaboliten im Körper nachgewiesen werden. Zehn Tage nach einer Behandlung sind kaum mehr Rückstände von Albendazol in essbaren Geweben vorhanden.
 

Indikationen

-Magen-Rundwürmer: Haemonchus, Ostertagia (einschliesslich Typ II) und Trichostrongylus spp.
-Darm-Rundwürmer: Bunostomum, Chabertia, Cooperia, Nematodirus, Oesophagostomum, Strongyloides und Trichostrongylus spp.
-Lungenwürmer: Dictyocaulus viviparus und D. filaria, Muellerius und Prostostrongylus.
-Bandwürmer: Moniezia expansa.
-Reife Leberegel: Fasciola hepatica, Dicrocoelium dendriticum.
 

Dosierung / Anwendung   

Bandwürmer, Magen-Darm-Rundwürmer, Lungen­würmer
3,8 mg/kg KGW
2 ml/10 kg KGW
 
Reifer grosser Leberegel
7,5 mg/kg KGW
4 ml/10 kg KGW
 
Reifer kleiner Leberegel
7,5 mg/kg KGW*
4 ml/10 kg KGW*
 
* 2 × im Abstand von sieben Tagen behandeln.
 

Anwendungseinschränkungen

Kontraindikationen

-An Befall mit dem grossen Leberegel erkrankte Tiere sind nicht in der akuten Krankheitsphase zu behandeln.
-Während der Deckzeit und im ersten Trächtigkeitsmonat soll Valbazen nicht zur Behandlung von Befall mit Leberegeln eingesetzt werden.
 

Unerwünschte Wirkungen

VetVigilance: Pharmacovigilance-Meldung erstatten
 

Absetzfristen   

- Milch:5 Tage
- Essbares Gewebe:12 Tage
 

Sonstige Hinweise

Das Präparat darf nur bis zu dem auf der Packung mit "Exp" bezeichneten Datum verwendet werden.
Bei Raumtemperatur (12 - 25°C) lagern.
 

Packungen

Flasche zu 1000 ml.

Abgabekategorie: B

Swissmedic Nr. 42'131

Informationsstand: 05/2005

Dieser Text ist behördlich genehmigt.

 
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