Thymovar® ad us. vet., Verdampfungsplättchen
Tierarzneimittel
Kompendium
der Schweiz
 

Andermatt BioVet AG

Für die Bekämpfung der Varroa-Milbe bei Bienen

ATCvet: QP53AX22

 

Zusammensetzung

Thymolum 15 g, pro praeparatione
Thymovar® besteht aus Schwammtuchplättchen, welche je 15 g lebensmitteltaugliches Thymol enthalten.
 

Fachinformationen Wirkstoffe (CliniPharm)

Thymol
 

Eigenschaften / Wirkungen

Durch die Verdampfung des in die Plättchen eingearbeiteten Thymols entstehen in der Stockluft Konzentrationen, die für die Varroa giftig sind, von den Bienen aber noch gut ertragen werden.
 

Indikationen

Varroose (Varroa destructor)
 
Einzusetzen bei Tagesmaximal-Temperaturen zwischen 15 und 30°C.
BeutetypThymovar®-Plättchen
 1. Anwen­dung2. Anwen­dung
Kleine Ableger­kästen½*½*
Schweizer Kasten11
Magazin, 1 Zarge11
Magazin, 2 Zargen22
Dadant1 ½*1 ½*
 
*Plättchen können mit einer Schere zerschnitten werden.
 
Spätestens anfangs August nach der Waldhonigernte erfolgt die erste Anwendung, indem die Plättchen auf die obersten Rahmen der Brutwaben gelegt werden (siehe hinten). Die Beute schliessen und sicherstellen, dass mindestens ein Abstand von 5 mm (optimal 10 mm) zwischen den Plättchen und dem Beutedeckel besteht, damit das Thymol frei abdampfen kann. Plättchen nicht direkt mit einer Plastikfolie zudecken. Offene Gitterböden müssen zur Behandlung verschlossen werden.
3 − 4 Wochen später sind die Plättchen zu entfernen. Gleich anschliessend oder spätestens bis Mitte September sind die Plättchen für die zweite Anwendung einzulegen. Diese sind wiederum nach 3 − 4 Wochen zu entfernen.
 

Platzierung der Plättchen

Bild 237
 
Bild 238
 
Bild 239
 
Auf einem Bienenstand sollten alle Völker gleichzeitig mit Thymovar® behandelt werden, um Räubereien zu vermeiden. Es wird empfohlen, einen Teil der Auffütterung vor Behandlungsbeginn durchzuführen. Stockt die Restfütterung während der Behandlung, kann die Auffütterung zwischen den zwei Anwendungen beendet werden. Wird gleichzeitig behandelt und gefüttert, sind die Plättchen möglichst weit weg von der Futterentnahmestelle ins Volk einzulegen.
 
Fallen die durchschnittlichen Tagestemperaturen während der Behandlung für längere Zeit unter 15 °C, so nimmt der Behandlungserfolg ab. Ebenso kann Thymovar® bei Temperaturen über 30 °C zu stark verdunsten und sich negativ auf die Bienen auswirken (z.B. Räuberei).
Die beste Wirkung wird bei Tagesmaximaltemperaturen zwischen 20 - 25 °C erreicht.
Trotz guter Wirksamkeit von Thymovar®, kann nicht bei allen Völkern mit einem ausreichenden Behandlungserfolg gerechnet werden. Deshalb ist unmittelbar nach dem Behandlungsende (ca. Anfangs Oktober) der natürliche Milbenfall bei den Völkern über 2 Wochen auszuzählen.
Wird der natürliche Milbenfall nicht ausgezählt oder liegt der Milbenbefall über 1 Milbe pro Tag muss im November/Dezember zwingend eine Winterbehandlung vorgenommen werden. (z.B. mit Oxuvar®).
 

Unerwünschte Wirkungen

VetVigilance: Pharmacovigilance-Meldung erstatten
 
Es kann vorkommen, dass die Bienen die Futterreserven direkt unterhalb der Plättchen umtragen.
 
Für Honig behandelter Völker ist keine Absetzfrist nötig. Bei der Gewinnung von Frühjahrshonig dürfen keine Waben aus dem Brutraum mitgeschleudert werden.
 

Sonstige Hinweise

Haut- und Augenkontakt vermeiden (mit Handschuhen arbeiten!). Nicht einnehmen.
Für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Angebrochene und verfallene Verpackungen nicht weiterverwenden, sondern mit dem Hauskehricht entsorgen.
 

Packungen

- Beutel mit 2 Plättchen
- Doppelbeutel mit 2 × 5 Plättchen

Abgabekategorie: D

Swissmedic Nr. 52'449

Informationsstand: 03/2010

Dieser Text ist behördlich genehmigt.

 
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