Toltranil 5% ad us. vet., orale Suspension
Tierarzneimittel
Kompendium
der Schweiz
 

Virbac (Switzerland) AG

Gegen Kokzidiosen bei Kälbern, Ferkeln und Lämmern

ATCvet: QP51AJ01

 

Zusammensetzung

1 ml Suspension enthält:
Wirkstoff:Toltrazurilum 50 mg
Hilfsstoffe:Conserv.: E 211, E 281, Excipiens ad suspensionem
 

Fachinformationen Wirkstoffe (CliniPharm)

Toltrazuril
 

Eigenschaften / Wirkungen

Toltrazuril ist ein symmetrisches Triazinon mit breiter Wirkung gegen viele Kokzidiengattungen. Es dient als Prophylaktikum und Therapeutikum gegen die Kokzidiose bei Kälbern, Saugferkeln und Lämmern.
Hervorgerufen wird die Infektion bei Kälbern durch E. zuernii und E. bovis, bei Saugferkeln durch Isospora suis und bei Lämmern durch E. crandallis und E. ovi­noidalis.
 

Pharmakokinetik

Der Wirkstoff Toltrazuril wird nach oraler Aufnahme zu mindestens 70% resorbiert. Im Organismus entsteht der Hauptmetabolit Toltrazuril-Sulfon. Die höchsten Konzentrationen davon werden in der Leber, der Niere und im Fettgewebe gemessen. Die Ausscheidung erfolgt langsam über den Kot (Ferkel t½ = 6 Tage, Kälber t½ = 3 Tage).
 

Indikationen

Rinder:

Metaphylaxe zur Verhinderung einer klinischen Kokzidiose und zur Verminderung der Verbreitung infektiöser Oozysten bei Rindern bis zum Alter von 9 Monaten auf Betrieben mit nachgewiesener Kokzidiose-Problematik verursacht durch E. zuernii und E. bovis.
 

Ferkel:

Zur Prophylaxe und Therapie der Kokzidiose verursacht durch Isospora suis bei Ferkeln in der ersten Lebenswoche in infizierten Beständen.
 

Lämmer:

Zur Prophylaxe und Metaphylaxe der Kokzidiose bei Lämmern verursacht durch E. crandallis und E. ovinoidalis.
 

Kälber:

Bis zum Alter von 9 Monaten nach dem Einstallen in eine kontaminierte Umgebung 2 Wochen nach der Infektion und damit etwa 1 Woche vor dem Auftreten der Erkrankung (in der Präpatenz, d. h. vor der Ausscheidung und Verbreitung von infektiösen Oozysten) einmalige, metaphylaktische Behandlung: 15 mg Toltrazuril pro kg Körpergewicht. Dies entspricht 3 ml Toltranil 5% orale Suspension pro 10 kg Körpergewicht.
 

Ferkel:

In der ersten Lebenswoche 20 mg Toltrazuril pro kg Körpergewicht. 0.4 ml ergibt die Dosis für 1 kg Körpergewicht. Eine einmalige Behandlung ist ausreichend.
Geeigneten Oralapplikator verwenden. Aufgrund der kleinen Mengen, die zur Einzelbehandlung von Ferkeln erforderlich sind, wird die Verwendung einer Dosierhilfe mit einer Dosiergenauigkeit von 0.1 ml empfohlen. Entsorgen Sie verwendete Spritzen nach der Behandlung, da eine Reinigung nicht möglich ist.
 

Lämmer:

Metaphylaxe: 7 - 10 Tage nach Weideaustrieb, Weidewechsel, Ein- oder Umstallen in eine kontaminierte Umgebung einmalig 20 mg Toltrazuril pro kg Körpergewicht. Dies entspricht 0,4 ml Toltranil 5% pro kg Körpergewicht.
 
Vor Anwendung die Suspension aufschütteln.
 
Unerlässliche Massnahmen zur Prophylaxe: Gutes Stallklima und Beseitigung der Infektionsquellen durch Trockenheit und Sauberkeit.
 

Anwendungseinschränkungen

Kontraindikationen

Keine bekannt
 

Vorsichtsmassnahmen

Keine besonderen Vorsichtsmassnahmen bekannt.
 

Unerwünschte Wirkungen

VetVigilance: Pharmacovigilance-Meldung erstatten
 
Keine bekannt.
Bei Ferkeln wird eine fünffache, bei Kälbern eine dreifache Überdosierung gut ertragen.
 
Essbares Gewebe
Kälber:63 Tage
Ferkel:70 Tage
Lämmer:42 Tage
 
Nicht bei laktierenden Rindern und Schafen anwenden, deren Milch für den menschlichen Konsum bestimmt ist.
 

Sonstige Hinweise

Besondere Vorsichtsmassnahmen für den Anwender:

Bei Hautkontakt die exponierte Stelle sofort mit Wasser waschen.
 

Lagerung

Verschlossen bei Raumtemperatur (15 - 25°C) lagern.
Aufbrauchfrist nach 1. Entnahme: 12 Monate
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit "Exp." bezeichnetem Datum verwendet werden.
Umweltsicherheit: Leere Behältnisse und nicht verwendete Arzneimittel sollten zusammen mit dem Hausmüll entsorgt werden, um so eine Kontamination von Gewässern zu vermeiden.
 

Packungen

Flasche à 250 ml

Abgabekategorie: B

Swissmedic Nr. 65'087

Informationsstand: 10/2014

Dieser Text ist behördlich genehmigt.

 
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