Dosierung - allgemein
Pferd
Eine Studie zeigt auf, dass die Verabreichung von Pastenpräparaten, im Verhältnis zu andereren galenischen Zubereitungen, zu starken Dosierungungsungenauigkeiten führt (Snow 1983b).
Bei der oralen Eingabe von Phenylbutazon mit dem Futter, ist eine um 34% verminderte Höchstkonzentration des Wirkstoffes im Blut zu erwarten. Dies lässt sich durch eine Fastenzeit von 18 Stunden vor und 6 Stunden nach Applikation von Phenylbutazon vermieden (Bogan 1984).
Eine Dosiserhöhung von 4,4 mg/kg/Tag auf 8,8 mg/kg/Tag hat keine Steigerung der analgetischen Wirkung zur Folge. Aufgrund der geringen Sicherheitsbreite und der dosisabhängigen Toxizität von Phenylbutazon hat die Verabreichung höherer Dosen an chronisch lahmende Pferde keine Vorteile (Hu 2005).
Hund
Es wird für Hunde die Eingabe von Phenylbutazon mit dem Futter empfohlen, um der Entstehung von gastrointestinalen Irritationen vorzubeugen (Innes 1995). Die rektale Verabreichung von Suppositorien ist beim Hund möglich (Yaginuma 1981), kann aber zu Tenesmen führen (Ungemach 1994a). Während einer Langzeittherapie sollten in regelmässigen Zeitabständen die Blutungszeit, ein Hämogramm, klinische Chemieparameter und der Urin der Patienten untersucht werden (Cribb 1992).
Katze
Aufgrund der geringen therapeutischen Breite und der möglichen Kumulationsgefahr wird empfohlen, Katzen nicht mit Phenylbutazon zu therapieren (Ungemach 1999f; Lascelles 2007a)!
Rind
Es ist die lange Halbwertszeit von 32 - 78 Stunden zu beachten (Plumb 1995; Ungemach 1994a)!
Von einigen Autoren wird die intramuskuläre Injektion in die Glutäenmuskulatur als Applikationsort erster Wahl beschrieben, da dies von den Patienten gut toleriert werden soll und sich optimale AUC-Werte ergeben. Schwellungen und Entzündungen wie sie sonst beschrieben werden, wurden in dieser Studie nicht beobachtet (Lees 1988b).
Vögel
Phenylbutazon sollte bei Vögeln nicht subkutan oder intramuskulär verabreicht werden (Tully 1997).
Dosierung - speziell
Hilfe: Masseinheiten und Umrechnungen
| Katze - Phenylbutazon | | intramuskulär |
Cave: Wegen der geringen therapeutischen Breite und der möglichen Kumulationsgefahr so kurz wie möglich anwenden und die Dosierung genau einhalten (Ungemach 1999f)! |
| intravenös |
Cave: Wegen der geringen therapeutischen Breite und der möglichen Kumulationsgefahr so kurz wie möglich anwenden und die Dosierung genau einhalten (Ungemach 1999f)! |
| oral |
Analgesie
| - | 2 - 3 mg/kg 3 × täglich, maximal 800 mg pro Tier täglich (Kelly 1995) |
Arthritis
Ophthalmologie
Spondylose
| - | jede 2. Woche 12 - 16 mg/kg 2 × täglich bei cervicaler Spondylose (Conlon 1988) |
Cave: Wegen der geringen therapeutischen Breite und der möglichen Kumulationsgefahr so kurz wie möglich anwenden und die Dosierung genau einhalten (Ungemach 1999f)! |
| Hund (Jungtier) - Phenylbutazon | | oral |
| - | Maximal 2 Tage 6 - 12 mg/kg täglich, folgend kleinste wirksame Dosis (Ungemach 1994a) |
Uveitis, okuläre Entzündungen
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| Hund - Phenylbutazon | | intramuskulär | |
| intravenös |
Ophthalmologie
| - | Einmalige Injektion von 20 mg/kg KGW vor ophthalmologischen Chirurgien, zur Stabilisierung der Blut-Kammerwasser-Schranke (Regnier 1984). |
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| oral |
| - | 8 - 10 mg/kg 3 × täglich, maximal 800 mg pro Tier täglich (Toombs 1993; Kelly 1995) |
| - | Initial 14 mg/kg 3 × täglich, maximal 800 mg pro Tier täglich, folgend kleinste wirksame Dosis (Plumb 1995) |
| - | 13,33 mg/kg 3 × täglich, maximal 2 Tage, dann folgend kleinste wirksame Dosis (Ungemach 1994a) |
| - | 12 mg/kg 3 × täglich, maximal 800 mg pro Tier täglich, für 2 - 3 Tage, folgend 5 mg/kg 2 × täglich (Suter 2000e). |
| - | 1 - 10 mg/kg 2 × täglich (Innes 1995) |
| - | 6,66 mg/kg 3 × täglich (Bennett 1995a) |
Langzeittherapie
Analgesie
| - | Bei degenerativen Gelenkerkrankungen: 13 mg/kg 3 × täglich, maximal 800 mg pro Tier täglich, nach 2 - 3 Tagen kleinste wirksame Dosis (Ferguson 1992). |
| - | Bei Rückenmarkskompressionen durch Wirbelsäulenerkrankungen: 10 mg/kg 2 × täglich (Suter 2000d) |
Ophthalmologie
| - | Jeden 2. Tag 13 mg/kg 3 × täglich, folgend kleinste wirksame Dosis (Wilkie 1990) |
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| Pferd - Phenylbutazon | | intravenös | Uveitis, okuläre Entzündungen
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| oral |
| - | 1. Tag 4,4 mg/kg 2 × täglich, 2. - 5. Tag 2,2 mg/kg 2 × täglich, folgend 2,2 mg/kg 1 × täglich, beziehungsweise die kleinste wirksame Dosis (Gunson 1983; Meschter 1990; Collins 1984; Robinson 1997; Caron 1999). |
| - | 1. Tag 4 mg/kg 2 × täglich, maximal 4 g pro Tier täglich, 2. - 5. Tag 2 mg/kg 2 × täglich, 6. - 12. Tag 2 mg/kg 1 × täglich (Ungemach 1994a) |
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| - | Pony: 1. Tag 4,4 mg/kg 1 × täglich, folgend 4,4 mg/kg 1 × täglich jeden 2. Tag (Caron 1999) |
Uveitis, okuläre Entzündungen
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| Schwein - Phenylbutazon | | intravenös | |
| oral | |
| Rind (Jungtier) - Phenylbutazon | | intravenös | |
| Rind - Phenylbutazon | | intravenös |
Ephemeralfieber
| - | Zur Analgesie und Fiebersenkung: 2,4 - 3,6 g pro Tier (Spradbrow 1993) |
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| oral |
Laminitis (Klauenrehe)
| - | Aseptische Laminitis: jeden 2. Tag 4 - 8 mg/kg (Weaver 1993a) |
Urtikaria
Irritationen N. radialis
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| Kaninchen - Phenylbutazon | | oral | Analgesie
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| Ratte - Phenylbutazon | | subkutan | Entzündungshemmung
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| Elefanten - Phenylbutazon | | oral | |
| Bären - Phenylbutazon | | intravenös | |
| Wale, Delphine und Tümmler - Phenylbutazon | | intravenös | |
| Papageien und Sittiche - Phenylbutazon | | oral | Entzündungshemmung
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| Greifvögel - Phenylbutazon | | oral | Entzündungshemmung
Cave: Greifvögel reagieren auf die Verabreichung von Phenylbutazon häufig mit Erbrechen und starkem blutigem Durchfall (Heidenreich 1996). |
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