Systemische NebenwirkungenKreislaufsystemIntravenöse Injektionen können zu unerwarteten hämodynamischen Nebenwirkungen führen, darum sollte Tolazolin immer nur langsam i.v. verabreicht werden (Hall 2001g).Tolazolin führt zu einer Tachykardie (Riebold 1995; Skarda 1990; Grasser 1988) und bewirkt durch die histaminerge Wirkung(Riebold 1995) eine periphere Vasodilatation. Die klinischen Symptome sind Blutdruckabfall, Schwitzen und hyperämische Schleimhäute. Zusätzlich kommt es zu einer Hyperalgesie der Lippen, einer Piloerektion, einem serösen Nasen- und Augenausfluss, Muskelzuckungen (Plumb 2002) und einer erhöhten Salivation (Carroll 1997b). Diese Nebenwirkungen dauern nicht länger als 1 - 2 Stunden an (Hall 2001b). Tolazolin kann durch einen direkten antagonistischen Effekt auf die α1-Rezeptoren im Herzen auch zu einer vorübergehenden Bradykardie, einem Sinusstillstand und einer schweren Hypotension führen, (Lewis 1999b). Tolazolin kann zu einer vorübergehenden Hypertonie führen (Kollias-Baker 1993b). Tolazolin kann nach einer schnellen Injektion (Hsu 1987) durch Auslösung eines hypotensiven Schocks und einer massiven Bradykardie zum Tod führen (Gross 2001). GastrointestinaltraktTolazolin führt durch die histaminerge Wirkung zu einer erhöhten Sekretion im Magen (Riebold 1995). Beim Menschen führt Tolazolin durch die H2-Rezeptor-agonistische Wirkung nach chronischer Anwendung zu gastrointestinalen Blutungen (Thurmon 1996e), zu abdominalen Schmerzen und Uebelkeit (Silverman 1970).Tolazolin führt zu einer erhöhten gastrointestinalen Motilität (Riebold 1995). ResedierungSobald Tolazolin metabolisiert und eliminert ist, kann es zu einer Resedierung kommen (Riebold 1995).Antagonisierung einer Xylazin-KetaminBei einer Xylazin-Ketamin-Anästhesie wird durch Tolazolin nur das Xylazin antagonisiert. Die Wirkungen des Ketamins bleiben bestehen, so dass es zu Exzitationen kommen kann (Grasser 1988).
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