Diazepam - Dosierungen
CliniPharm
Wirkstoffdaten
 

Dosierung - allgemein

Applikationsart

Diazepam soll nicht i.m. oder s.c. appliziert werden, da dies zu Schmerzen führt (Erhardt 2004a), Exzitationen auslösen kann (Erhardt 2004b) und die Absorptionsrate schwer einschätzbar und ungleichmässig macht (Pawson 2002a; Paddleford 1999b). Der Benzodiazepinagonist Midazolam eignet sich im Gegensatz dazu für die intramuskuläre Injektion (Thurmon 1996b).
 
Bei der Verwendung von Diazepam ist darauf zu achten, dass der Wirkstoff nur langsam intravenös injiziert wird (Pawson 2002a; Paddleford 1999b; Erhardt 2004a), da es sonst zu Erregungszuständen (Riebold 1995), zu Reizungen der Venenwand, venösen Thrombosen und Schmerzen kommen kann (Thurmon 1996e).
 
Diazepam darf nicht intraarteriell appliziert werden (Thurmon 1996e).
 
Diazepam kann auch rektal verabreicht werden, da es auf diesem Applikationsweg ebenfalls gut absorbiert wird (Papich 1995d; Mealey 1995).
 
In einer Studie von Platt et al. wurde Diazepam intranasal an Hunde verabreicht. Die Bioverfügbarkeit war über 80%. Somit könnte bei einem Status epilepticus den Tieren Diazepam nicht nur intravenös und rektal, sondern auch intranasal appliziert werden (Platt 2000).
 
Diazepam sollte nicht mit andereren Wirkstoffen in derselben Spritze kombiniert verabreicht werden, da es sonst ausfallen kann (Erhardt 2004a).
 

Vorsichtsmassnahmen

Bei einer Langzeittherapie mit Diazepam kann es bei Katzen zu einer fatalen Lebernekrose kommen (Seksel 2002; Podell 1998a). Die Symptome treten meist in der ersten Woche der Behandlung auf (Center 1996; Levy 1994). Deshalb sollte man bei Katzen an ein paar Tagen vor und nach der Applikation von Diazepam die Leberwerte überprüfen (Mills 2002; Vernau 2002), um diese seltene idiosynkratische akute hepatische Nekrose zu erkennen (Quesnel 2000). Sobald die Leberwerte ansteigen oder klinische Anzeichen einer Lebererkrankung bestehen, muss die Therapie mit Diazepam abgebrochen werden (Platt 2001a).
 

Absetzen der Therapie

Nach einer chronischen Anwendung von Diazepam muss der Wirkstoff langsam abgesetzt werden (Mills 2002; Boothe 2001j). Bei zu schnellem Absetzen treten Rebound-Phänomene, wie Angst-, Schlafstörungen und Krampfanfälle auf (Schöning 2002).
 

Dosierungshinweise

Die anxiolytische Wirkung wird schon mit niedrigen Dosen ausgelöst, während höhere Dosen für die muskelrelaxierende und hypnotische Wirkung erforderlich sind und sehr hohe Dosen zur Unterdrückung eines Status epilepticus notwendig werden (Moehler 2005).
 
Bei der Katze sollten die tieferen Dosierungen zur Sedation oder Appetitstimulation verwendet werden und die höheren Dosierungen zur Behandlung von epileptischen Anfällen (Pawson 2002a).
 
Fohlen, die jünger als 3 Wochen alt sind, scheinen Diazepam langsamer auszuscheiden. Falls wiederholt Diazepam verabreicht wird, sollte die Dosis dementsprechend angepasst werden (Norman 1997).
 

Ziege

Bei Ziegen sollte statt Diazepam Midazolam oder Climazolam verwendet werden, da das Lösungsmittel in Diazepam von diesen Tieren schlecht vertragen wird (Bettschart-Wolfensberger 2005c).
 

Reptilien

Diazepam wird durch Ivermectin potenziert. Vorsicht bei Tieren, die zuvor damit behandelt worden sind (Zwart 2005b)
 

Dosierung - speziell

Hilfe: Masseinheiten und Umrechnungen

Katze - Diazepam
intravenös

Sedation

-0,1 - 0,5 mg/kg (Thurmon 1996e)
-0,2 - 0,6 mg/kg (Morgan 1988a)
-0,2 - 0,4 mg/kg Butorphanol i.v. und nach 2 - 3 Minuten 0,2 - 0,4 mg/kg Diazepam i.v.; diese beiden Wirkstoffe sollen getrennt verabreicht werden, da das Diazepam bei der Kombination mit dem Opioid in einer Spritze ausfallen kann (Paddleford 1999b).
-0,05 - 0,1 mg/kg reichen aus, um geschwächte Katzen zu sedieren. Die Dosis von 0,4 mg/kg sollte nicht überschritten werden (Hall 2001b).
 

Prämedikation

-0,2 - 0,5 mg/kg (Lendl 2004a)
-0,44 mg/kg (Paddleford 1999b)
-0,2 mg/kg Diazepam i.v. und 0,4 mg/kg Butorphanol i.v. (Cornick-Seahorn 2001)
-Geriatrische Tiere: 0,2 - 0,4 mg/kg (Thurmon 1996h)
 

Anästhesie

-0,2 - 0,5 mg/kg Diazepam i.v. und 5 - 10 mg/kg Ketamin i.v. reicht aus für kleinere Eingriffe (Lendl 2004a).
-0,2 mg/kg Diazepam i.v. und 2 - 8 mg/kg Ketamin i.v. (Lin 1996)
-0,22 - 0,44 mg/kg Diazepam und 2,2 - 4,4 mg/kg Ketamin in einer Spritze gemischt und i.v. verabreicht führen zu einer Anästhesie mit einer Dauer von 5 - 10 Minuten (Paddleford 1999c).
-Kaiserschnitt: 0,2 mg/kg Diazepam i.v. und 1 - 2 mg/kg Ketamin können als Einleitung einer Anästhesie für einen Kaiserschnitt verwendet werden (Thurmon 1996g).
-Geriatrische Tiere: 0,2 mg/kg Diazepam i.v. und 3 - 5 mg/kg Ketamin i.v. (Thurmon 1996h)
 

Epilepsie

-0,1 - 0,5 mg/kg (Kraft 1999a)
-0,5 mg/kg (Podell 1998a)
-0,5 - 1 mg/kg zur Behandlung eines Status epilepticus (Morgan 1988a; Shell 2000)
-0,5 - 1 mg/kg werden als intravenöser Bolus bei einem Status epilepticus verabreicht. Die antikonvulsive Wirkung des Diazepams tritt innert 2 - 3 Minuten ein. Diese Dosis kann noch 2 - 3 mal verabreicht werden oder es kann auch eine konstante Diazepaminfusion mit einer Infusionsrate von 0,5 - 1 mg/kg/h appliziert werden (Vernau 2002).
-0,5 - 2 mg/kg (Erhardt 2004b)
 

ZNS Anfälle

-0,2 mg/kg Diazepam i.v. für Anfällen nach einer Ketamininjektion (Trim 1999c)
-0,2 - 0,5 mg/kg bei Anfällen durch Kontrastmittelradiographie (Trim 1999c)
-2,5 - 20 mg pro Katze für Anfälle bei Tetanus (Grauer 1988).
-2,5 - 5 mg pro Katze für Anfälle bei Salicylat-Intoxikationen (Handagama 1986)
 

Appetitstimulation

Unmittelbar nach der intravenösen Injektion von Diazepam sollten die Katzen zu fressen beginnen (Gross 2001).
 
-0,05 - 0,15 mg/kg (Lane 2001)
-0,05 - 0,15 mg/kg 1 × täglich oder 1 × alle 2 Tage (Morgan 1988a)
-0,05 - 0,1 mg/kg 1 × täglich (Kraft 1999a)
-0,05 - 0,4 mg/kg 1 - 2 × täglich (Gross 2001)
-0,1 - 0,5 mg/kg (O'Brien 1988)
 

Funktionelle Urethraobstruktion/ Urethraler Sphinkterhypertonus

-0,5 mg/kg 3 × täglich (Lane 2000a)
oral

Epilepsie

-Zur Dauertherapie einer Epilepsie ist Phenobarbital das Medikament der ersten Wahl. Als zweite Wahl gilt Diazepam mit einer Dosierung von 0,5 - 1 mg/kg 2 × täglich (Quesnel 2000).
-0,5 - 2 mg/kg 2 - 3 × täglich, als Dauertherapie bei einer Epilepsie (Podell 1998a).
-0,25 - 0,5 mg/kg 2 - 3 × täglich (Platt 2001a)
-0,5 - 2 mg/kg pro Tag, aufgeteilt in 3 Einzelapplikationen (Frey 1989; Vernau 2002)
 

ZNS Anfälle

-0,25 - 0,5 mg/kg 2 - 3 × täglich (Shell 2000)
-2,5 - 5 mg pro Katze für Anfälle bei Salicylat-Intoxikationen (Handagama 1986)
-1,25 - 5 mg pro Katze 3 × täglich zur Muskelrelaxation bei ZNS Anfällen (Pawson 2002a).
 

Appetitstimulation

-1 mg/kg 1 × täglich (Morgan 1988a; Boothe 2001i)
-0,05 - 0,4 mg/kg 1 - 2 × täglich (Gross 2001)
 

Verhaltensprobleme

-0,25 - 1 mg/kg 2 - 3 × täglich (Boothe 2001f)
-0,2 - 0,4 mg/kg 1 - 2 × täglich bei Aggressionen von Katzen (Overall 1997a)
 

Angstzustände

-1 - 2 mg pro Katze 2 × täglich (Morgan 1988a)
-0,2 - 0,4 mg/kg 1 - 2 × täglich bei Angstzuständen (Seksel 2002; Neilson 2002; Overall 1997a)
 

Urinmarkieren

-1 - 2 mg pro Katze 2 × täglich (Morgan 1988a), zuerst für 2 Wochen. Falls die Katze auf die Therapie anspricht, kann mit dieser Dosierung für weitere 6 - 8 Wochen behandelt werden. Dann sollte Diazepam langsam abgesetzt werden (Allen 1993a).
-1 - 2,5 mg pro Katze 2 - 3 × täglich (Reisner 2000)
-1 mg pro Katze 2 × täglich (Overall 1994b)
-1 - 2 mg pro Katze, 2 × täglich für 2 - 3 Monate. Dann kann Diazepam langsam abgesetzt werden (Cooper 1992).
-0,2 - 0,4 mg/kg 1 - 2 × täglich bei Urinmarkieren (Seksel 2002; Neilson 2002; Overall 1997a)
 

Feline psychogene Alopezie und Dermatitis

-1 - 2 mg pro Katze 2 × täglich (Walton 1986)
 

Funktionelle Urethraobstruktion/ Urethraler Sphinkterhypertonus

-1 - 2,5 mg pro Katze 3 × täglich (Osborne 2000; Lane 2001; Lane 2000a)
Hund - Diazepam
intravenös

Sedation

-0,2 - 0,6 mg/kg (Morgan 1988a)
-0,1 - 0,5 mg/kg (Thurmon 1996e)
-0,2 - 0,4 mg/kg Butorphanol i.v. und nach 2 - 3 Minuten 0,2 - 0,4 mg/kg Diazepam i.v.; diese beiden Wirkstoffe sollen getrennt verabreicht werden, da Diazepam bei der Kombination mit dem Opioid in einer Spritze ausfallen kann (Paddleford 1999b).
 

Prämedikation

-0,1 mg/kg langsam i.v. verabreicht (Morgan 1988a)
-0,44 mg/kg (Paddleford 1999b)
-0,5 - 1,5 mg/kg (Erhardt 2004a)
-Trächtige Tiere: 0,1 - 0,5 mg/kg zur Prämedikation (Lendl 2004b)
-Herzerkankung: 0,2 - 0,6 mg/kg Diazepam eignen sich als sichere Prämedikation für ältere Hunde mit einer Herzerkrankung (Gross 2001).
-Hunden mit ZNS-Störungen: 0,25 - 1 mg/kg Diazepam i.v. als Prämedikation (Short 1984b).
-Geriatrische Tiere: 0,2 - 0,4 mg/kg (Thurmon 1996h)
 

Anästhesie

-0,22 - 0,44 mg/kg Diazepam und 2,2 - 4,4 mg/kg Ketamin in einer Spritze gemischt und i.v. verabreicht, führen zu einer Anästhesie mit einer Dauer von 10 Minuten (Paddleford 1999c).
-0,5 mg/kg Diazepam i.v. gefolgt von 10 mg/kg Ketamin i.v. für eine Anästhesie (Haskins 1986a).
-0,27 - 0,44 mg/kg Diazepam i.v. und 11 mg/kg Ketamin i.v. können zur Einleitung einer Anästhesie verwendet werden (Gross 2001).
-Windhunde: 0,28 mg/kg Diazepam i.v. und 5,5 mg/kg Ketamin i.v. eignen sich gut zur Einleitung einer Anästhesie (Hellyer 1991b).
-Kaiserschnitt: 0,2 mg/kg Diazepam i.v. und 5,5 mg/kg Ketamin i.v. können als Einleitung einer Anästhesie verwendet werden. Dabei kann es durch Diazepam zu Lethargie, Hypotonus und Hypothermie der Neugeborenen kommen, daher sollte die Dosis möglichst tief gehalten werden. Bei Bedarf können die Nebenwirkungen mit Benzodiazepinantagonisten aufgehoben werden (Thurmon 1996g).
-Geriatrische Tiere: 0,2 mg/kg Diazepam i.v. und 3 - 5 mg/kg Ketamin i.v. (Thurmon 1996h)
 

Epilepsie

-0,1 - 0,5 mg/kg (Kraft 1999a)
-0,5 - 1 mg/kg zur Behandlung eines Status epilepticus (Frey 1989; Morgan 1988a; Erhardt 2004b)
-0,5 - 1 mg/kg Diazepam werden als intravenöser Bolus bei einem Status epilepticus verabreicht (Vernau 2002). Die antikonvulsive Wirkung des Diazepams tritt innert 2 - 3 Minuten ein. Dieselbe Dosis kann 2 - 3 weitere Male verabreicht werden oder es kann auch eine konstante Infusion von 1 - 2 mg/kg/h appliziert werden (Vernau 2002).
-Bei einem refraktären Status epilepticus kann eine intravenöse Infusion, die 0,1 - 0,5 mg/kg Diazepam aufgelöst in 5%iger Dextrose-Flüssigkeit enthält, verabreicht werden. Die Infusionsrate sollte dem Flüssigkeitsbedarf des Patienten angepasst sein. Da Diazepam kristallisieren und sich am Plastik anheften kann, muss diese Infusion mit Vorsicht appliziert werden (Plumb 2002).
-Notfalltherapie bei Status epilepticus: Als erstes wird ein Diazepam-Bolus von 0,5 - 1 mg/kg i.v. verabreicht. Falls die Anfälle nicht aufhören, kann dieser Bolus 2 - 3 × wiederholt appliziert werden. Ausserdem kann eine intravenöse Infusion mit Diazepam mit einer Rate von 0,5 - 1 mg/kg/h verabreicht werden, um das Wiederauftreten der Anfälle zu hemmen. Wenn nach 4 Stunden keine Anfälle mehr auftreten, kann die Infusion langsam reduziert werden (um 25% alle 4 - 6 Stunden) (Quesnel 2000).
-0,5 mg/kg Diazepam können als Bolus bei einem Anfall appliziert werden, wobei maximal 5 mg/min verabreicht werden sollen (Podell 1996).
 

Muskelkrämpfe

-0,5 - 2 mg/kg (Morgan 1988a; Allen 1993a)
 

ZNS Anfälle

-0,25 - 0,5 mg/kg Diazepam i.v. wird bei Anfällen, die sekundär zu einem ZNS-Trauma auftreten, verabreicht (Fenner 1986).
-Für Metaldehyd-, Strychnin- und Brucin-Intoxikationen können 2 - 5 mg/kg Diazepam gegen die Anfälle und den Muskeltremor verabreicht werden (Bailey 1986).
-0,4 mg/kg Diazepam i.v. als Initialbolus bei einer Metronidazolintoxikation, danach die gleiche Dosis p.o. 3 × täglich für 3 Tage (Evans 2003b).
-2,5 - 20 mg pro Hund für Anfälle bei Salicylat-Intoxikationen (Handagama 1986)
 

Appetitstimulation

-0,05 - 0,1 mg/kg 1 × täglich (Kraft 1999a)
 

Funktionelle Urethraobstruktion/ Urethraler Sphinkterhypertonus

-0,5 mg/kg (Fenner 1986; Lane 2000a)
oral

Sedation

-0,25 mg/kg 3 × täglich (Davis 1985a)
 

Muskelkrämpfe

-0,5 - 2 mg/kg 3 × täglich (Allen 1993a)
-1 - 4 mg/kg 3 - 4 × täglich zur Behandlung von Krämpfen (Morgan 1988a)
-2 - 10 mg pro Hund 3 × täglich zur Muskelrelaxation (Pawson 2002a)
 

ZNS Anfälle

-2,5 - 20 mg pro Hund für Anfälle bei Salicylat-Intoxikationen (Handagama 1986)
-2,5 - 20 mg pro Hund für Anfälle bei Tetanus (Grauer 1988)
 

Idiopathische Cerebellitis (White shaker dog syndrome)

-0,25 mg/kg 3 - 4 × täglich (Morgan 1988a)
 

Spastische Kolitis (Irritable bowel syndrome)

-0,15 mg/kg 3 × täglich (Morgan 1988a)
 

Verhaltensprobleme

-0,5 - 2,2 mg/kg 2 - 3 × täglich (Seksel 2002; Mills 2002)
-0,25 - 1 mg/kg 2 - 3 × täglich (Boothe 2001f)
 

Angstzustände

-0,5 - 2,2 mg/kg (Morgan 1988a; Neilson 2002)
-0,5 - 2 mg/kg 4 - 6 × täglich bei Lärmphobien (Overall 2002b)
-0,1 - 0,5 mg/kg bei Lärmphobien (Overall 1997a)
 

Funktionelle Urethraobstruktion/ Urethraler Sphinkterhypertonus

-2 - 10 mg pro Hund 3 × täglich (Fenner 1986; Lane 2001; Lane 2000a)
rektal

Epilepsie

-0,5 mg/kg (Podell 1995; Papich 1995d)
-1 - 2 mg/kg (Boothe 2001i)
-Für plötzliche Anfälle oder zur Unterbrechung eines Status epilepticus kann der Besitzer zu Hause dem Hund Diazepam rektal verabreichen. Falls die Tiere schon mit Phenobarbital vorbehandelt sind, wird 2 mg/kg Diazepam, 3 × innert 24 Stunden, appliziert. Der Besitzer sollte während dieser Zeit den Hund nicht alleine lassen (Podell 2000). Falls die Tiere noch nicht mit Phenobarbital vorbehandelt sind, wird 1 mg/kg Diazepam verabreicht (Podell 1998a).
-0,5 - 1 mg/kg Diazepam. Falls die Tiere schon auf Phenobarbital sind, sollte eine Dosis von 2 mg/kg verabreicht werden. Diese Dosierung kann bis zu 3 × innert 24 Stunden appliziert werden (Vernau 2002).
Pferd (neonatales Tier) - Diazepam
intravenös

Sedation

-0,05 - 0,2 mg/kg (Rohrbach 2012)
 

ZNS Anfälle

-0,11 - 0,44 mg/kg Diazepam reichen aus, um Anfälle bei neugeborenen Fohlen zu unterdrücken (Riebold 1995).
Pferd (Jungtier) - Diazepam
intravenös

Sedation

-0,1 - 0,25 mg/kg Diazepam i.v. führen dazu, dass sich die Fohlen hinlegen (Hall 2001f).
-0,02 - 0,1 mg/kg (Mason 2004)
-0,05 - 0,1 mg/kg (Baggot 1994b)
 

ZNS Anfälle

-0,05 - 0,4 mg/kg, diese Dosis kann nach 30 Minuten erneut appliziert werden (Sweeney 1987c)
-0,1 - 0,4 mg/kg Diazepam langsam i.v. injizieren (Baggot 1994b).
 

Anästhesie

-0,2 mg/kg Diazepam und 2 mg/kg Ketamin i.v. werden zur Einleitung einer Anästhesie verabreicht, als Unterhalt der Narkose kann Isofluran verwendet werden (Kerr 2003).
Pferd - Diazepam
intravenös

Sedation

-In Dosierungen unter 0,04 mg/kg führt Diazepam zu keiner deutlichen Sedation. In Dosierungen grösser als 0,15 mg/kg kommt es zu Muskelzuckungen, Schwäche und Ataxie. Mehr als 0,2 mg/kg Diazepam i.v. führen dazu, dass sich die Tiere als Folge der zentralen Muskelrelaxierung niederlegen (Thurmon 1987; Benson 1990b).
-0,1 - 0,4 mg/kg Diazepam i.v. führen zu einer Sedation mit deutlicher Muskelrelaxation und Niederlegen der Tiere (Thurmon 1985).
-0,05 - 0,2 mg/kg (Thurmon 1996e)
-0,05 - 0,15 mg/kg (LeBlanc 1991)
-0,02 - 0,1 mg/kg (Riebold 1995)
 

Anästhesie

Meistens wird nach der Sedation mit einem α2-Agonisten Diazepam mit Ketamin kombiniert verabreicht.
-1,0 mg/kg Xylazin i.v., nach 5 - 10 Minuten 2 mg/kg Ketamin und 0,03 mg/kg Diazepam i.v. Diazepam verbessert die Einleitungsphase der Xylazin-Ketamin Anästhesie und verlängert die Anästhesiedauer um 5 - 10 Minuten (Plumb 2002).
-1,1 mg/kg Xylazin i.v., sobald die klinische Wirkung erkennbar ist werden 0,02 - 0,03 mg/kg Diazepam i.v. zusammen mit 2,2 mg/kg Ketamin i.v. verabreicht. Das Hinzufügen von Diazepam verbessert die Anästhesie und verhindert die tonisch-klonischen Bewegungen, die durch das Ketamin induziert sind (Riebold 1995).
-Sedation mit 1,1 mg/kg Xylazin i.v.; nach 3 - 5 min 0,1 mg/kg Diazepam und 2 mg/kg Ketamin i.v. injizieren (Lin 1996).
-0,01 - 0,02 mg/kg Diazepam, 0,5 - 1 mg/kg Xylazin und 1,5 - 2 mg/kg Ketamin führen zu einer Anästhesie mit einer Dauer von 10 - 20 Minuten (Muir 1991a).
-0,3 mg/kg Xylazin i.v., gefolgt von 0,1 mg/kg Diazepam mit 2,2 mg/kg Ketamin i.v. (Riebold 1995).
-Zur Sedation des Pferdes werden 0,3 mg/kg Xyalzin i.v. verabreicht. Die Einleitung der Anästhesie erfolgt mit 2,0 mg/kg Ketamin i.v. und 0,1 mg/kg Diazepam i.v. (Brock 1990).
-0,5 - 1,1 mg/kg Xylazin i.v., 0,05 - 0,1 mg/kg Diazepam in Kombination mit 2,2 mg/kg Ketamin i.v. Es kann zusätzlich noch 0,01 - 0,03 mg/kg Butorphanol verabreicht werden (Cornick-Seahorn 2001).
-Sedation mit 0,75 - 1 mg/kg Xylazin i.v., nach Wirkungseintritt (5 Minuten) können 0,01 - 0,2 mg/kg Diazepam i.v. und 2 mg/kg Ketamin i.v. verabreicht werden. Die niedrigere Dosis Diazepam sollte mit der höheren Dosis Xylazin verwendet werden und umgekehrt. Ohne Diazepam ist die Relaxation oft ungenügend und die Aufwachphase abrupt. Das Pferd sollte nach der Injektion von Diazepam/Ketamin am Kopf fixiert werden, da eine kurze ataktische Periode auftreten kann. Die Erhaltungsdosis beträgt die halbe Dosis Ketamin und Xylazin i.v. oder 0,2 mg/kg Ketamin i.v. (Taylor 1999a).
-Sedation mit 0,015 - 0,02 mg/kg Detomidin i.v.; nach Wirkungseintritt (5 Minuten) werden 0,01 - 0,2 mg/kg Diazepam i.v. und 2 mg/kg Ketamin i.v. verabreicht. Die niedrigere Dosis Diazepam sollte mit der höheren Dosis Detomidin verwendet werden und umgekehrt. Ohne Verabreichung von Diazepam erfolgt die Relaxation oft ungenügend und die Aufwachphase abrupt. Das Pferd sollte nach der Injektion von Diazepam/Ketamin am Kopf fixiert werden, da eine kurze ataktische Periode auftreten kann. Die Erhaltungsdosis beträgt 0,2 mg/kg Ketamin i.v. (Taylor 1999a).
-Sedation mit 0,08 - 0,1 mg/kg Romifidin i.v.; nach Wirkungseintritt (5 Minuten) können 0,01 - 0,2 mg/kg Diazepam i.v. und 2 mg/kg Ketamin i.v. verabreicht werden. Die niedrigere Dosis Diazpam sollte mit der höheren Dosis Romifidin verwendet werden und umgekehrt. Ohne Diazepam ist die Relaxation oft ungenügend und die Aufwachphase abrupt. Das Pferd sollte nach der Injektion von Diazepam/Ketamin am Kopf fixiert werden, da eine kurze ataktische Periode auftreten kann. Die Erhaltungsdosis beträgt 0,2 mg/kg Ketamin i.v. (Taylor 1999a).
-0,1 mg/kg Romifidin i.v. und anschliessend 0,04 mg/kg Diazepam i.v. und 2,2 mg/kg Ketamin i.v. zur Einleitung der Anästhesie (Kerr 1996).
 

ZNS Anfälle

-0,1 - 0,15 mg/kg Diazepam reichen aus, um Anfälle bei adulten Tieren zu behandeln (Riebold 1995; Benson 1990b).
-0,1 - 0,15 mg/kg Diazepam können bei Anfällen, die aufgrund versehentlich intraarterieller Injektionen bestehen, verabreicht werden (Thurmon 1987).
-25 - 50 mg pro Pferd, diese Dosis kann nach 30 Minuten erneut appliziert werden (Sweeney 1987c).
 

Appetitstimulation

-0,02 mg/kg Diazepam i.v.. Gleich nach der Injektion sollte dem Tier Futter angeboten werden. Falls die Tiere auf diese Therapie ansprechen, sollte Diazepam 2 - 3 × innert 24 - 48 Stunden verabreicht werden (Ralston 1987).
-0,02 - 0,03 mg/kg (Brown 1976)
Schwein - Diazepam
intramuskulär

Sedation

-5,5 mg/kg Diazepam i.m. führen innert 10 Minuten zum Abliegen der Tiere (Gross 2001).
-5 - 8 mg/kg (Löscher 2003a)
-5,5 - 8,5 mg/kg (Benson 1979a)
 

Prämedikation

-0,4 - 1 mg/kg (Cornick-Seahorn 2001)
-0,25 mg/kg Diazepam i.m. und 0,4 mg/kg Azaperon (Löscher 2003a)
 

Anästhesie

-1 mg/kg Diazepam i.m. und 10 mg/kg Ketamin i.m. führen zu einer Anästhesie mit einer Wirkungsdauer von 40 Minuten, einer tiefen Sedation und einer guten Muskelrelaxation (Lin 1996).
-1 - 2 mg/kg Diazepam i.m., 12 - 20 mg/kg Ketamin und 0,22 mg/kg Butorphanol führen zu einer verstärkten Analgesie (Lin 1996).
-1,0 - 2,0 mg/kg Diazepam und 10 - 18 mg/kg Ketamin in einer Spritze gemischt verabreicht führen zu einer Anästhesie mit einer guten postoperativen Erholungsphase. Die Analgesie ist aber bei einer Anästhesie mit der Kombination Xylazin-Ketamin besser (Thurmon 1996b; Tranquilli 1996).
-0,5 - 2 mg/kg Diazepam i.m. und 10 - 15 mg/kg Ketamin (Moon 1996b)
-Minipig: 1,1 mg/kg Diazepam i.m. und 11 - 17,6 mg/kg Ketamin i.m. (Lin 1996)
 

ZNS Anfälle

-0,5 - 1,5 mg/kg (Howard 1986)
 

Verhaltensprobleme

-0,25 mg/kg Diazepam werden zur Verhinderung von Rangkämpfen und Ferkelfressen eingesetzt (Löscher 2003a).
intravenös

Anästhesie

-1 - 2 mg/kg Diazepam i.v. und 10 - 18 mg/kg Ketamin i.m. (Thurmon 1986a)
Rind (Jungtier) - Diazepam
intravenös

Sedation

-0,4 mg/kg (Carroll 1996)
-0,2 - 0,5 mg/kg (Cornick-Seahorn 2001)
 

Anästhesie

-Eine Kombination aus 0,1 mg/kg Detomidin mit 0,1 mg/kg Diazepam und 3 mg/kg Ketamin wird i.v. verabreicht und führt zu einer sicheren und guten Anästhesie mit einer Dauer von 15 Minuten. Die Muskelrelaxation ist sehr gut und die kardiorespiratorischen Nebenwirkungen sind minimal (Pawde 2000).
Rind - Diazepam
intravenös

Sedation

-0,25 - 0,5 mg/kg Diazepam führen zu einer 5 - 10 anhaltenden Sedation (Riebold 1995).
-0,4 mg/kg Diazepam i.v. führen zu einer Sedation mit einer Dauer von 5 - 10 Minuten und einem Niederlegen der Tiere. Diazepam sollte langsam i.v. appliziert werden. Nach 45 - 60 Minuten haben sich die Tiere vollständig erholt. Eine i.m. Injektion ist nicht zu empfehlen, da die Sedation dann ungenügend ist (Riebold 1995).
 

Anästhesie

-0,11 mg/kg Diazepam i.v. und gleich danach 4,4 mg/kg Ketamin i.v. (oder auch in derselben Spritze verabreicht) führen zu einer Anästhesie mit einer Dauer von 10 - 15 Minuten und Niederlegen für 20 - 30 Minuten (Riebold 1995).
-0,1 mg/kg Diazepam i.v. und 4,5 mg/kg Ketamin i.v. (Tranquilli 1996)
 

ZNS Anfälle

-0,5 - 1,5 mg/kg Diazepam können als Muskelrelaxans bei Intoxikationen verwendet werden (Baily 1986).
Schaf - Diazepam
intravenös

Sedation

-0,2 mg/kg führen zu einer leichten Sedation, die ausreicht, um die Tiere für kleinere diagnostische Untersuchungen ruhigzustellen (Hall 2001h).
-0,25 - 0,5 mg/kg (Riebold 1995)
 

Prämedikation

-0,11 mg/kg Diazepam i.v. können als Prämedikation vor einer Anästhesie mit Ketamin verwendet werden (Riebold 1995).
 

Anästhesie

-0,2 - 0,3 mg/kg Diazepam i.v. und 5 - 7,5 mg/kg Ketamin i.v. führen zu einer Anästhesie mit einer Dauer von 10 - 15 Minuten. Zusätzlich kann man zu dieser Kombination 0,1 mg/kg Butorphanol hinzufügen (Hall 2001h).
-0,375 mg/kg Diazepam i.v. und 7,5 mg/kg Ketamin i.v.; Narkosedauer 15 Minuten. Vermindertes Herzauswurfvolumen und erhöhter systemischer Gefässwiderstand kommen als Nebenwirkungen vor (Lin 1996).
-0,11 mg/kg Diazepam i.v., gleich darauf 4,4 mg/kg Ketamin i.v. verabreicht führen zu einer Anästhesie mit einer Dauer von 10 - 15 Minuten (Riebold 1995).
-0,25 - 0,5 mg/kg Diazepam i.v und 4 - 7,5 mg/kg Ketamin i.v. führen ebenfalls zu einer Anästhesie mit einer Dauer von 10 - 15 Minuten (Riebold 1995).
-0,2 mg/kg Diazepam i.v. und 4 mg/kg Ketamin i.v. als Einleitung einer Anästhesie (Carroll 1996)
Kaninchen - Diazepam
intramuskulär

Sedation

-0,5 - 1 mg/kg (Schweigart 1995)
-1 - 2 mg/kg 1 × täglich, zur ständigen Beruhigung (Schweigart 1995)
-1 - 3 mg/kg (Morrisey 2004; Hernandez-Divers 2001a)
-1 - 5 mg/kg (Allen 2005; Schall 2005; Boussarie 2001; Ivey 2000)
-2 - 10 mg/kg (Ivey 2000)
 

Anästhesie

-0,3 - 0,5 mg/kg Diazepam und 10 - 15 mg/kg Ketamin (Norrby 1976)
-1 - 3 mg/kg Diazepam und 20 - 30 mg/kg Ketamin, leichte Anästhesie für nicht schmerzhafte Eingriffe wie das z.B. das Abschleifen der Zähne (Ivey 2000)
-1 - 5 mg/kg und 20 - 40 mg/kg Ketamin (Bell 1997; Hernandez-Divers 2001a)
-5 - 10 mg/kg Diazepam und 20 - 40 mg/kg Ketamin (Allen 2005), Ketamin 30 Minuten nach dem Diazepam verabreichen (Ivey 2000)
intraperitoneal

Sedation

-2 mg/kg (Bertens 1993)
intravenös

Sedation, Antikonvulsivum

-1 - 3 mg/kg (Morrisey 2004)
-1 - 5 mg/kg (Boussarie 2001; Ivey 2000; Hernandez-Divers 2001a)
 

Anästhesie

-0,2 - 0,5 mg/kg Diazepam und 10 - 15 mg/kg Ketamin (Ivey 2000; Hernandez-Divers 2001a)
-0,3 - 0,5 mg/kg Diazepam und 10 - 15 mg/kg Ketamin (Norrby 1976)
-0,5 mg/kg Diazepam und 10 mg/kg Ketamin, Verlängerung der Anästhesie mit Isofluran (Hernandez-Divers 2001a)
Maus - Diazepam
intramuskulär

Sedation

-1 - 2 mg/kg 1 × täglich, zur ständigen Beruhigung (Schweigart 1995)
-2,5 - 5 mg/kg (Schweigart 1995)
-3 - 5 mg/kg (Allen 2005; Bell 1997; Morrisey 2004; Boussarie 2001)
 

Anästhesie

-1 - 2 mg/kg Diazepam und 22 mg/kg Ketamin, nur leichte Anästhesie (Adamcak 2000)
-3 - 5 mg/kg Diazepam und 40 - 100 mg/kg Ketamin (Allen 2005)
-3 - 5 mg/kg Diazepam und 40 - 150 mg/kg Ketamin (Bell 1997)
intraperitoneal

Sedation

-3 - 5 mg/kg (Boussarie 2001)
-5 mg/kg (Bertens 1993)
oral

Sedation

-2,5 - 5 mg/kg (Kilgore 1985)
Ratte - Diazepam
intramuskulär

Sedation

-0,5 - 3 mg/kg (Adamcak 2000)
-2,5 - 5 mg/kg (Allen 2005; Schweigart 1995)
-3 - 5 mg/kg (Bell 1997; Morrisey 2004; Boussarie 2001; Adamcak 2000); Wirkungsdauer 20 Stunden (Wijnbergen 2005)
 

Anästhesie

-1 - 2 mg/kg Diazepam und 22 mg/kg Ketamin; bewirkt nur eine leichte Anästhesie (Adamcak 2000)
-2,5 mg/kg Diazepam i.m. und 40 mg/kg Ketamin s.c. oder i.p. (Wijnbergen 2005)
-3 - 5 mg/kg und 40 - 75 mg/kg Ketamin (Allen 2005)
-3 - 5 mg/kg und 40 - 100 mg/kg Ketamin (Bell 1997)
intraperitoneal

Sedation

-1 - 3 mg/kg (Adamcak 2000)
-2,5 mg/kg (Bertens 1993)
-3 - 5 mg/kg (Boussarie 2001)
oral

Sedation

-2,5 - 5 mg/kg (Schweigart 1995)
subkutan

Sedation

-2,5 - 5 mg/kg (Schweigart 1995)
Meerschweinchen - Diazepam
intramuskulär

Sedation

-0,5 - 3 mg/kg (Morrisey 2004; Adamcak 2000; Ness 2001)
-1 - 2 mg/kg; zur Beruhigung bei starkem Juckreiz und Aggression gegen Jungtiere (Ness 2001)
-1 - 5 mg/kg (Allen 2005; Bell 1997; Boussarie 2001)
-2,5 - 5 mg/kg (Schweigart 1995)
 

Anästhesie

-1 - 2 mg/kg Diazepam und 20 - 30 mg/kg Ketamin (Morrisey 2004)
-1 - 2 mg/kg Diazepam und 22 - 30 mg/kg Ketamin (Adamcak 2000)
-3 - 5 mg/kg Diazepam und 20 - 50 mg/kg Ketamin (Allen 2005; Bell 1997)
intraperitoneal

Sedation

-1 - 3 mg/kg (Adamcak 2000)
-1 - 5 mg/kg (Boussarie 2001)
-5 mg/kg (Bertens 1993)
oral

Sedation

-2,5 - 5 mg/kg (Schweigart 1995)
subkutan

Sedation

-2,5 - 5 mg/kg (Wasel 2005b; Schweigart 1995)
 

Anästhesie

-5 - 8 mg/kg Diazepam und 60 - 100 mg/kg Ketamin (Wasel 2005b)
Chinchilla - Diazepam
intramuskulär

Sedation

-2,5 - 5 mg/kg (Schweigart 1995)
-1 - 5 mg/kg (Allen 2005)
 

Anästhesie

-1 - 2 mg/kg Diazepam und 20 - 40 mg/kg Ketamin (Morrisey 2004)
-1 - 5 mg/kg Diazepam und 20 - 40 mg/kg Ketamin (Allen 2005; Ivey 2000)
-3 - 5 mg/kg Diazepam und 20 - 40 mg/kg Ketamin (Bell 1997)
intraperitoneal

Sedation

-1 - 2 mg/kg (Fehr 2005)
-5 mg/kg (Allen 2005)
oral

Sedation

-2,5 - 5 mg/kg (Schweigart 1995)
subkutan

Sedation

-2,5 - 5 mg/kg (Schweigart 1995)
Degu - Diazepam
intramuskulär

Sedation

-2,5 - 5 mg/kg (Sassenburg 2005a)
Gerbil - Diazepam
intramuskulär

Sedation

-2,5 - 5 mg/kg (Schweigart 1995)
-3 - 5 mg/kg (Allen 2005; Bell 1997; Boussarie 2001; Adamcak 2000)
 

Anästhesie

-1 - 2 mg/kg Diazepam und 40 mg/kg Ketamin (Adamcak 2000)
-3 - 5 mg/kg Diazepam und 40 - 50 mg/kg Ketamin (Allen 2005)
intraperitoneal

Sedation

-3 - 5 mg/kg (Boussarie 2001)
-5 mg/kg (Allen 2005; Bertens 1993)
 

Diazepam-Ketamin

-3 - 5 mg/kg Diazepam und 40 - 50 mg/kg Ketamin (Allen 2005)
-3 - 5 mg/kg Diazepam und 40 - 150 mg/kg Ketamin (Bell 1997)
Hamster - Diazepam
intramuskulär

Sedation

-2,5 - 5 mg/kg (Schweigart 1995)
-3 - 5 mg/kg (Allen 2005; Bell 1997; Morrisey 2004; Boussarie 2001; Adamcak 2000)
 

Anästhesie

-1 - 2 mg/kg Diazepam und 40 mg/kg Ketamin (Adamcak 2000)
-2 - 5 mg/kg Diazepam und 40 - 70 mg/kg Ketamin (Allen 2005)
-5 mg/kg und 40 - 150 mg/kg Ketamin (Bell 1997)
intraperitoneal

Sedation

-3 - 5 mg/kg (Boussarie 2001)
-5 mg/kg (Leck 2000; Allen 2005; Bertens 1993; Wasel 2005a)
oral

Sedation

-2,5 - 5 mg/kg (Schweigart 1995)
Igel - Diazepam
intramuskulär

Sedation

-0,5 - 2 mg/kg; bewirkt eine leichte Sedation (Barbiers 1993; Carpenter 2001)
 

Anästhesie

-0,5 - 2 mg/kg Diazepam und 5 - 20 mg/kg Ketamin (Carpenter 2001)
Frettchen und Marder - Diazepam
intramuskulär

Sedation, Antikonvulsivum

-1 - 2 mg/kg (Wenken 2002; Morrisey 2004; Morrisey 1996a; Gamble 2001)
-2 mg/kg (Bertens 1993; Bell 1997)
-3 mg/kg; bewirkt nur leichte Sedation während 43,2 ± 8,2 Minuten (Ko 1998b)
 

Leichte Muskelrelaxation bei Harnwegsobstruktion

-0,5 mg/kg 3 - 4 × täglich (Gamble 2001)
 

Anästhesie

-1 - 2 mg/kg und 10 - 30 mg/kg Ketamin (Bell 1997; Williams 2000b), bzw. 10 - 20 mg/kg (Morrisey 2004; Gamble 2001)
-2 mg/kg Diazepam und 25 mg/kg Ketamin (Bertens 1993)
-1 - 3 mg/kg Diazepam und 10 - 35 mg/kg Ketamin (Allen 2005)
-2 - 3 mg/kg Diazepam und 25 - 35 mg/kg Ketamin (Morrisey 1996a; Gamble 2001)
-3 mg/kg Diazepam, 0,2 mg/kg Butorphanol und 15 mg/kg Ketamin (Allen 2005)
intravenös

Sedation, Antikonvulsivum

-0,2 - 1 mg/kg (Allen 2005)
 

Leichte Muskelrelaxation bei Harnwegsobstruktion

-0,5 mg/kg 3 - 4 × täglich (Gamble 2001)
 

Anästhesie

-0,5 - 1 mg/kg Diazepam und 5 - 10 mg/kg Ketamin (Allen 2005)
-0,1 - 0,5 mg/kg Diazepam und 10 - 35 mg/kg Ketamin (Allen 2005)
 

Dauerinfusion bei Krämpfen

-0,5 - 1 mg/kg/h (Gamble 2001)
subkutan

Sedation

-1 - 2 mg/kg (Wenken 2002)
Wildwiederkäuer: Hirsche, Büffel etc. - Diazepam
oral

Sedation

-Gabelbock: 18 - 23 mg/kg, Induktionszeit 30 - 60 min; niedrige Dosierungen bei zahmen, höhere bei wilden Tieren verwenden (Pusateri 1982)
Kamelide: Kamel, Lama etc. - Diazepam
intramuskulär

Anästhesie

-0,2 - 0,3 mg/kg Diazepam und 5 - 8 mg/kg Ketamin (Fowler 1989)
intravenös

Anästhesie

-0,1 - 0,2 mg/kg Diazepam und 3 - 5 mg/kg Ketamin (Fowler 1989)
Grosskatzen: Löwen, Tiger etc. - Diazepam
intramuskulär

Anästhesie

-Initial 10 mg/kg Ketamin i.m., dann 0,2 mg/kg Diazepam i.m. und 2 mg/kg Ketamin i.v. (Epstein 2002)
Wildcaniden: Wölfe, Coyoten, Füchse etc. - Diazepam
intravenös

Anästhesie

-Initial 0,04 mg/kg Medetomidin i.m. und 0,4 mg/kg Butorphanol i.m., dann 0,2 mg/kg Diazepam i.v.; antagonisierbar mit 0,2 mg/kg Atipamezol i.m., 0,02 mg/kg Naloxon i.m. und 0,04 mg/kg Flumazenil i.v. (Larsen 2002)
Robben, Seelöwen und Walrösser - Diazepam
intramuskulär

Anästhesie

-Seelöwe: 0,05 mg/kg Diazepam und 1,5 mg/kg Ketamin, Induktionszeit 10 - 15 min (Geraci 1981)
-Seeelefant: 0,09 ± 0,01 mg/kg Diazepam und 8,71 ± 0,25 mg/kg Ketamin (Gales 1987)
-Seeelefant: 0,3 mg/kg Diazepam und 6 mg/kg Ketamin (Baker 1988)
-Kegelrobbe: 0,3 mg/kg Diazepam und 6 mg/kg Ketamin (Baker 1988)
intravenös

Anästhesie

-Seelöwe: 0,05 mg/kg Diazepam und 1,5 mg/kg Ketamin, Induktionszeit 1 - 3 min (Geraci 1981)
Schildkröten - Diazepam
intramuskulär

Sedation

-0,22 - 0,62 mg/kg (Divers 2001)
-0,2 - 1 mg/kg; bewirkt nur eine minimale Sedation (Schumacher 2006)
-0,3 - 2 mg/kg (Allen 2005)
-2,5 mg/kg (Diethelm 2001)
 

Anästhesie

-0,2 - 1 mg/kg Diazepam und 60 - 80 mg/kg Ketamin (Funk 2006)
intravenös

Sedation

-0,2 - 1 mg/kg; bewirkt nur eine minimale Sedation (Schumacher 2006)
-2,5 mg/kg (Funk 2006; Diethelm 2001)
Echsen und Krokodile - Diazepam
intramuskulär

Sedation

-0,22 - 0,62 mg/kg (Divers 2001; Zwart 2005c)
-0,2 - 2 mg/kg; bewirkt nur eine minimale Sedation (Schumacher 2006)
-0,3 - 2 mg/kg (Allen 2005)
-Alligator: 0,2 - 0,6 mg/kg (Allen 2005)
-Alligator: 0,37 mg/kg Diazepam, und nach 10 Minuten 0,24 mg/kg Succinylcholin verabreichen (Spiegel 1984)
-Chamäleon: 2 - 3 mg/kg (Zwart 2005c)
 

Anästhesie

-0,2 - 1 mg/kg Diazepam und 10 - 30 mg/kg Ketamin (Diethelm 2001)
intravenös

Sedation

-0,2 - 2 mg/kg; bewirkt nur eine minimale Sedation (Schumacher 2006)
oral

Sedation

-Leguan: 2,5 mg/kg (Funk 2006)
Schlangen - Diazepam
intramuskulär

Sedation

-0,22 - 0,62 mg/kg (Divers 2001)
-0,2 - 2 mg/kg; bewirkt nur eine minimale Sedation (Schumacher 2006)
-0,3 - 2 mg/kg (Allen 2005)
 

Anästhesie

-0,2 - 0,8 mg/kg Diazepam und 60 - 80 mg/kg Ketamin (Funk 2006)
intravenös

Sedation

-0,2 - 2 mg/kg; bewirkt nur eine minimale Sedation (Schumacher 2006)
subkutan

Sedation

-0,22 - 0,62 mg/kg; Vorsicht bei Tieren, die zuvor mit Ivermectin behandelt worden sind (Zwart 2005b)
Amphibien - Diazepam
intramuskulär

Anästhesie

-0,2 - 0,4 mg/kg Diazepam und 20 - 40 mg/kg Ketamin (Wright 2006; Wright 2001)
Geflügel: Huhn, Trute, Fasan und Wachtel - Diazepam
intramuskulär

Sedation

-Alpensteinhuhn: 6 mg/kg; bewirkt eine leichte Sedation, Induktionszeit 2,6 ± 0,4 Minuten, Wirkungsdauer 149 ± 8,3 Minuten (Uzun 2006)
Tauben - Diazepam
intramuskulär

Sedation

-0,5 - 1 mg/kg 2 - 3 × täglich (Pollock 2001)
intravenös

Sedation

-0,5 - 1 mg/kg 2 - 3 × täglich (Pollock 2001)
Papageien und Sittiche - Diazepam
intramuskulär

Sedation, Antikonvulsivum

-0,5 - 1,0 mg/kg (Hatt 2002; Hatt 2005)
-0,5 - 1,5 mg/kg (Pieper 1992)
-0,6 mg/kg (Hochleithner 1989; Clubb 1986)
-0,5 - 5 mg/kg; zur Linderung von Exzitationen bei Ketaminnnarkosen (Kaleta 1999)
-Wellensittich: 0,005 - 0,015 mg/kg Körpergewicht (Baumgartner 2005)
 

Psychogenes Federpicken

-0,5 - 0,6 mg/kg 2 - 3 × täglich (Allen 2005)
-0,5 - 1 mg/kg (Coles 1997)
 

Anästhesie

-1 - 5 mg/kg Diazepam und 10 - 30 mg/kg Ketamin, getrennt applizieren (Kaleta 1999)
-0,5 - 2 mg/kg Diazepam und 10 - 30 mg/kg Ketamin (Hatt 2005)
-0,5 - 2 mg/kg Diazepam und 5 - 30 mg/kg Ketamin (Allen 2005)
-Wellensittich: 0,5 - 1,5 mg/kg Diazepam und 10 - 30 mg/kg Ketamin, getrennt applizieren (Baumgartner 2005)
intravenös

Sedation, Antikonvulsivum

-0,2 - 0,5 mg/kg (Allen 2005)
-0,6 mg/kg (Hochleithner 1989; Clubb 1986)
-0,55 mg/kg Körpergewicht alle 1 - 4 Stunden (Rosskopf 1987)
-0,5 mg/kg 2 - 3 × täglich (Tully 1997)
 

Psychogenes Federpicken

-0,5 - 0,6 mg/kg 2 - 3 × täglich (Allen 2005)
-0,5 - 1 mg/kg (Coles 1997)
 

Anästhesie

-1 - 5 mg/kg Diazepam und 10 - 30 mg/kg Ketamin, getrennt applizieren (Kaleta 1999)
-0,5 - 2 mg/kg Diazepam und 2,5 - 5 mg/kg Ketamin (Allen 2005)
oral

Sedation, Antikonvulsivum

-0,5 - 1 mg/kg (Hatt 2002)
-2,5 - 4 mg/kg (Hatt 2005)
-0,5 - 5 mg/kg; zur Linderung von Exzitationen bei Ketaminnnarkosen (Kaleta 1999)
-Wellensittich: 0,5 - 5 mg/kg (Baumgartner 2005; Kaleta 1999)
 

Psychogenes Federpicken

-2,5 - 4 mg/kg (Tully 1997; Allen 2005)
Singvögel und Käfigvögel - Diazepam
intramuskulär

Sedation, Antikonvulsivum

-0,5 - 1 mg/kg (Hatt 2002), 2 - 3 × täglich (Pollock 2001)
-0,5 - 1,5 mg/kg (Pieper 1992)
-0,6 mg/kg (Hochleithner 1989; Clubb 1986)
-0,5 - 5 mg/kg; zur Linderung von Exzitationen bei Ketaminnnarkosen (Kaleta 1999)
 

Anästhesie

-1 - 2 mg/kg Diazepam und 25 - 50 mg/kg Ketamin, Wirkungsdauer 30 - 60 Minuten (Cooper 1984)
-1 - 5 mg/kg Diazepam und 10 - 30 mg/kg Ketamin, getrennt applizieren (Kaleta 1999)
intravenös

Sedation, Antikonvulsivum

-0,5 mg/kg 2 - 3 × täglich (Tully 1997), bzw. alle 1 - 4 Stunden (Rosskopf 1987)
-0,6 mg/kg (Hochleithner 1989; Clubb 1986)
 

Anästhesie

-1 - 5 mg/kg Diazepam und 10 - 30 mg/kg Ketamin, getrennt applizieren (Kaleta 1999)
nasal

Sedation

-Kanarienvogel: 12,5 - 15,6 mg/kg, verteilt auf beide Nasenlöcher, Induktionszeit 1 - 2 Minuten; antagonisierbar mit 0,25 - 0,31 mg/kg Flumazenil nasal (Vesal 2006b)
oral

Sedation, Antikonvulsivum

-0,5 - 1 mg/kg (Hatt 2002)
-0,5 - 5 mg/kg; zur Linderung von Exzitationen bei Ketaminnarkosen (Kaleta 1999)
 

Psychogenes Federpicken

-2,5 - 4 mg/kg (Tully 1997)
Laufvögel - Diazepam
intravenös

Sedation

-0,1 - 0,3 mg/kg (Pollock 2001)
 

Anästhesie

-Strauss: 0,25 mg/kg Diazepam, ca. 15 - 30 min danach 2 - 5 mg/kg Ketamin (Pollock 2001)
-Strauss: 0,22 - 0,33 mg/kg Diazepam und 4,4 - 6,6 mg/kg Ketamin; die Einschlafphase kann sehr unruhig sein (Cornick 1992b)
Greifvögel - Diazepam
intramuskulär

Sedation, Antikonvulsivum

-0,5 - 1 mg/kg 2 - 3 × täglich (Pollock 2001)
-1 mg/kg (Heidenreich 1996)
-0,5 - 1,5 mg/kg (Pieper 1992)
 

Appetitstimulation

-0,25 - 0,5 mg/kg 1 × täglich während 2 - 3 Tagen (Pollock 2001)
 

Anästhesie

-1 - 1,5 mg/kg Diazepam und 30 - 40 mg/kg Ketamin (Heidenreich 1996)
-Falken: 0,5 - 1,0 mg/kg Diazepam und 8 - 15 mg/kg Ketamin (Heidenreich 1996; Pollock 2001)
intravenös

Sedation, Antikonvulsivum

-0,5 mg/kg 2 - 3 × täglich (Tully 1997)
-0,5 mg/kg alle 1 - 4 Stunden (Rosskopf 1987)
-0,5 - 1 mg/kg 2 - 3 × täglich (Pollock 2001)
 

Appetitstimulation

-0,25 - 0,5 mg/kg 1 × täglich während 2 - 3 Tagen (Pollock 2001)
 

Anästhesie

-0,1 - 0,2 mg/kg Diazepam und 5 - 10 mg/kg Ketamin (Pollock 2001)
-1,5 mg/kg Diazepam und 6 - 10 mg/kg Ketamin (Redig 1984a)
-1 - 1,5 mg/kg Diazepam und 30 - 40 mg/kg Ketamin; für Vögel mit einem Körpergewicht zwischen 0,8 und 1,3 kg (Redig 1976)
 
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