| Clopidol - Pharmakologie |
CliniPharm Wirkstoffdaten |
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Eigenschaften
Clopidol wird als Kokzidiostatikum eingesetzt und ist ähnlich aufgebaut wie die Quinolone (Lindsay 2001).
Wirkungsmechanismus
Clopidol wirkt gegen die Sporozoiten der meisten Eimeriaarten äusserst gut (Kutzer 1992a; Lindsay 1995). Es ermöglicht dem Parasiten zwar das Eindringen in die Wirtszelle, nicht aber die Parasitenentwicklung. Der Wirkstoff ist auch wirksam gegen Zweitgenerationen der Schizogonie, der Gametogonie (Arakawa 1991) und der Sporulation (Lindsay 1995). Sporozoiten können nach Absetzen der Behandlung weiterleben (Lindsay 1995). Durch Clopidol wird auch die Sporulation der wenigen ausgeschiedenen Oozysten negativ beeinflusst (Kutzer 1992a). Gemäss anderen Studien bleibt die Infektiösität der sporulierten Oozysten unverändert (Arakawa 1991).
E. tenella
Eine geringe Eimeria tenella-Sporulationsrate wird gesehen (trotz Clopidolbehandlung mit 62,5 mg/kg vom 4. bis 7. Tag post infectionem) (Arakawa 1991).
Immunitätsentwicklung
Bei Hühnern, denen der Wirkstoff verabreicht wurde, entwickelt sich eine antikokzidielle Immunität (Lindsay 1995).
Strukturähnlichkeit der Quinolone
Die Quinolone haben eine ähnliche Struktur und biologische Aktivität wie Clopidol. Deshalb wird vermutet, dass sie denselben Wirkmechanismus haben. Trotzdem tritt keine Kreuzresistenz zwischen den beiden Verbindungen auf (Lindsay 1995).
Rückfälle
Nach Absetzen kann es zu Kokzidiosen kommen, da Residual-Sporozoiten sich weiterentwickeln (Wolff 2001).
Resistenz
Resistenzen für Clopidol sind beschrieben, vor allem in den USA, wo Methylbenzoquat und Clopidol oft abwechselnd eingesetzt werden (Chapman 1989a)
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