VerteilungNeuromuskuläre Blocker sind stark ionisiert und passieren daher Membranen schlecht. Das Verteilungsvolumen entspricht somit ungefähr dem Blutvolumen (Mc Leay 2004).Pancuronium durchdringt die Blut-Hirn-Schranke nur in geringen (Paddleford 1992c) klinisch nicht relevanten (Noerr 1992) Mengen (Paddleford 1992c). Distributionshalbwertszeit
MetabolismusAminosteroide, wie Pancuronium, enthalten eine Estergruppe, welche in der Leber hydrolysiert wird (Ramzan 1981; Taylor 2001e; Spence 2002). Pancuronium wird nicht durch Plasmacholinesterasen (Paddleford 1992c), sondern zum Teil durch unspezifische Esterasen abgebaut (Starke 2005b).Pancuronium ist 3-mal stärker wirksam als sein 3-Hydroxymetabolit, 20-mal wirksamer als sein 17-Hydroxymetabolit und 45-mal wirksamer als sein 3,17-Hydroxymetabolit (Feldman 1970a; Norman 1971; Agoston 1973; Marshall 1983). EliminationPancuronium wird hauptsächlich über die Nieren (Upton 1982; Lüllmann 1999; Martinez 2007; Lagler 2008), und ein kleinerer Teil über die Galle, ausgeschieden (Martinez 2001a; Spence 2002).Bei Katzen wird Pancuronium zu einem grossen Teil unverändert über den Urin und die Galle ausgeschieden. Ungefähr 20% der verabreichten Dosis wird in Form von 3-Hydroxymetaboliten ausgeschieden; Spuren von 17-Hydroxymetaboliten und 3,17-Hydroxymetaboliten wurden ebenfalls gefunden (Feldman 1970a; Norman 1971; Agoston 1973). Nach einer intravenösen Injektion von 0,3 mg/kg Pancuroniumbromid wird der Wirkstoff bei Katzen in 2 Phasen, mit Halbwertszeiten von 4 und 32 min, aus dem Plasma eliminiert (Agoston 1973). Beim Menschen werden etwa 40% unverändert über die Nieren ausgeschieden (Duvaldestin 1978; Plumb 2005; Martinez 2007); 11% vom verbleibenden Rest wird über die Galle ausgeschieden (Plumb 1991) und der übrige Teil in der Leber metabolisiert (Plumb 2005; Martinez 2007). Eine langandauernde Ligation der Nieren bei Katzen, Ratten und Affen bewirkt eine signifikante Erhöhung der Wirkungsdauer und verkürzt den Wirkungseintritt von Pancuronium (Durant 1980). Bei Patienten mit Nierenversagen kann sich die Halbwertszeit im Plasma verdoppeln (Plumb 1991). Ein akuter Ausfall der Nieren bewirkt jedoch bei Katzen keine Veränderung der Wirkungsdauer. Es wird angenommen, dass eine unspezifische Bindung ans Gewebe hauptsächlich zur Abnahme der Wirkung beiträgt (Booij 1982). WirkungseintrittDie Wirkung tritt schneller ein als beim Tubocurarin (Lüllmann 1999).
Sensitivität verschiedener MuskelgruppenDas Diaphragma von Ratten ist weniger sensitiv gegenüber einer Blockade, induziert durch Pancuronium, als der M. tibialis anterior (Itoh 2004).Für weitere Informationen siehe auch unter Tubocurarin. WirkungsdauerPancuronium besitzt im Vergleich zu anderen neuromuskulären Blockern eine mittlere Wirkungsdauer (Buckett 1968a), welche von der Dosis abhängt (Mc Leay 2004).
Eliminationshalbwertszeit
MRT (Mean residence time)
Verteilungsvolumen
Plasmaproteinbindung
Clearance
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