AbsorptionQuinolone werden nur sehr gering aus dem Darm absorbiert (Manger 1991b).VerteilungAufgrund der schlechten Bioverfügbarkeit werden nur sehr geringe Gewebskonzentrationen erreicht (Manger 1991b).Nach oraler Applikation über das Futter werden beim Geflügel im Fettgewebe die höchsten Konzentrationen erreicht (Ferrando 1971; Craine 1971). In der Galle sind die Konzentrationen höher als im Blut und Urin (Craine 1971). Wird Decoquinat an Legehennen verabreicht, können Rückstände in den Eiern nachgewiesen werden, wobei im Eigelb die höchsten Konzentrationen zu finden sind (Kouba 1972). MetabolismusAufgrund seiner geringen Bioverfügbarkeit und seiner chemischen Stabilität wird Decoquinat nach oraler Verabreichung nur gering metabolisiert (Craine 1971).Beim Huhn wird nach oraler Verabreichung 2,6% des Desoquinats in metabolisierter Form ausgeschieden (Craine 1971). Nach einer intravenösen Applikation wird Decoquinat bei der Wachtel schneller metabolisiert als beim Huhn; der genaue Mechanismus ist nicht bekannt (Seman 1989). EliminationInnerhalb der ersten 9 Stunden nach einer intravenösen Applikation von Decoquinat werden beim Rind, Schaf, Huhn und der Wachtel 99% der applizierten Dosis ausgeschieden (Mitchell 1988)Kälbern, die für 6 Tage Decoquinat in einer oralen Dosierung von 1 mg/kg Körpergewicht täglich erhielten, schieden innerhalb der ersten 7 Tage 88% der applizierten Dosis über den Kot und 2% über den Urin aus (EMEA 2000g). Beim Schaf wird nach intravenöser Injektion von radiomarkiertem Decoquinat in den ersten 1,5 Stunden 96% der verabreichten Dosis eliminiert (Seman 1986). Bei Ratten ist die Ausscheidung über den Urin geschlechtsabhängig. Bei den männlichen Tieren werden 12%, bei den weiblichen 6,7% der applizierten Dosis über den Urin ausgeschieden (Kouba 1971). Decoquinat wird beim Geflügel schnell eliminiert. In Studien konnten 2 - 4 Tage nach der letzten oralen Applikation keine Rückstände in den verschiedensten Geweben nachgewiesen werden (Ferrando 1971; Button 1969). Beim Huhn werden nach oraler Applikation nur geringe Mengen über den Urin ausgeschieden; in einer Studie konnten nach oraler Verabreichung von 43,5 mg und 35,7 mg nur 1,1% bzw. 0,6% der applizierten Dosis im Urin nachgewiesen werden. Der grösste Anteil wird über den Kot (Craine 1971) und nur ein geringer Teil via Eier eliminiert. Nach einer Applikation von 3 mg pro Tag an Legehennen werden 1,5% der verabreichten Dosis via die Eier ausgeschieden (Kouba 1972). Bei der Wachtel wird Decoquinat in den ersten 4 Tagen nach einer 7-tägigen Behandlung mit 0,5 mg/kg schneller ausgeschieden als beim Huhn (Seman 1989). BioverfügbarkeitDecoquinat hat bei den meisten Tieren eine schlechte Bioverfügbarkeit (EMEA 2000g).WirkspiegelMIC (minimale inhibitorische Konzentration)Die kokzidiostatische Wirkung gegen Neospora caninum trat in in-vitro-Versuchen bei einer Konzentration von 0,01 μg/ml auf (Lindsay 1997).Bei Toxoplasma gondii liegt der Wert bei 0,005 μg/ml (Ricketts 1993). Eliminationshalbwertszeit
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